Die Geschichte des Vereins

Die Geschichte des Schwimmverein Wiesmoor ist mit dem Namen eines Mannes verbunden, der den Verein 1952 gründete, über 25 Jahre als Vorsitzender, Schwimmwart und Kassenwart tätig war und bis zu seinem Tod den Ehrenvorsitz inne hatte: “Alfred Lüdtke”.

So fing es an

Alfred Lüdtke wurde am 20. September 1899 geboren. Nachdem es ihn 1945 nach Wiesmoor verschlagen hatte, widmete er sich dem Schwimmsport. Der Direktor der Nordwestdeutschen Kraftwerke erlaubte ihm, im sogenannten “Ententeich” Schwimmunterricht zu erteilen. Später nutzte man den Nordgeorgsfehnkanal, den Ems-Jade-Kanal und das Gewässer des jetzigen Friedeburger Freibades.

Die Vereinsgründung

Als geprüfter Rettungsschwimmer und Mitglied der DLRG besaß er alle Voraussetzungen für eine fundierte Ausbildung und alle Schwimmschüler wurden auch Mitglied der DLRG. Nachdem der Wunsch aufkeimte, sich mit anderen Vereinen im Wettkampf zu messen, DLRG-Schwimmer vom Deutschen Schwimmverband aber nicht akzeptiert wurden, gründete man im Juni 1952 den Schwimmverein Wiesmoor.

Dieser schloß sich dem Ostfriesischen Schwimmverband an und nahm regelmäßig an Schwimmwettkämpfen teil. Obwohl die Trainingsbedingungen im Nordgeorgsfehnkanal extrem schlecht waren, konnte man bei den ersten Wettkämpfen vordere Plätze erreichen.

Vom Kanal zum Hallenbad

Das Wasserwirtschaftsamt sah die Nutzung des Kanals zum Schwimmunterricht und Training nicht gerne und verbot dieses sogar. Erst nachdem Alfred Lüdtke zwei Kinder, die nicht im Schwimmbetrieb teilnahmen, vor dem Ertrinken rettete, änderte sich diese Einstellung der Behörden. Nicht zuletzt aufgrund seiner Initiative wurde das Hallenbad-Projekt in Angriff genommen. Die ersten Besprechungen im Gemeinderat, zu dem auch Herr Lüdtke gehörte, fanden bereits 1958 statt. Bei einer Fahrt durch Holland, Belgien, Frankreich und Süddeutschland wurden mehrere Frei- und Hallenbäder aufgesucht und eingehend besichtigt. Zuerst plante man ein Freibecken mit Überdachung, wobei durch eine Warmwasserversorgung des damaligen Kraftwerkes eine Nutzung bis in den Winter hinein erreichen werden sollte. Im Fortschritt der Planungen wurde erkannt, dass dieses eine Fehlinvestition sein würde und ein reines Hallenbad zweckmäßiger sei. Nach 2 1/2 jähriger Bauzeit konnte dieses schließlich am Samstag, den 11. April 1964 eingeweiht werden. Es war damit das erste Hallenschwimmbad in Ostfriesland auf dem Festland.

Der Verein wächst

Obwohl der Verein hohe Nutzungsgebühren zahlen musste, ging es mit dem Schwimmsport stetig bergauf und die Mitgliederzahlen stiegen von Jahr zu Jahr.

Bei der Vereinsgründung 1952 waren es nur 3 Erwachsene, 3 Jugendliche und 4 Kinder. Bis zur Eröffnung des Bades hatte der Verein gerade mal 28 Mitglieder. Mit den Schwimmern aus Leer teilte man sich eine Übungsstunde, bis diese in Leer ein eigenes Schwimmbad bekamen. Die Steigerung der Mitgliederzahlen konnte kontinuierlich fortgesetzt werden. Bereits 1969 wurde die Hundertergrenze überschritten und zum 20-jährigen Bestehen 1972 hatte der Verein immerhin schon 114 Mitglieder. Die Schwimmausbildung im Schwimmverein hatte weiter einen hohen Stellenwert. So wurde bei den Kindern die Marke von 100 bereits 1973 überschritten.

Im Jahr 1988 wurde dann die Grenze von 300 Mitgliedern geknackt. Der Verein kam schon lange nicht mehr mit einer Schwimmstunde aus. Die Kinder und Jugendlichen hatten bereits zwei Stunden in der Woche und die Erwachsenen eine Stunde. Die Zahl der Kinder wuchs so rasch, dass noch eine weitere Stunde benötigt wurde, die der Verein dann nach einigem Ringen mit der Gemeindeverwaltung auch bekommen hat.

Die Mitgliedsbeiträge wurden am Anfang noch vor der Tür zur Sammelkabine vom Vorsitzenden eingesammelt. Später wurden die Beiträge quartalsweise per Lastschriftverfahren eingezogen. Bei inzwischen über 200 Mitgliedern bedeutete dieses einen immensen Arbeitsaufwand für den Vorstand, der die entsprechenden Belege ausfüllen musste. Inzwischen erledigt die Bank diese Arbeit mittels Einzugsverfahren. Bei inzwischen weit über 500 Mitgliedern wäre das von Seiten des Vereins auch nicht mehr zu bewerkstelligen.

Teilnahme an Wettkämpfen

Der Wunsch zur Teilnahme am Wettkampfsport hatte wie zuvor berichtet zur Gründung des Vereins geführt. Zeitweise war man sehr erfolgreich, allerdings führte die Mehrfachbelastung (Vorstandsarbeit, Nichtschwimmerausbildung und Wettkampfbeteuung) zu Einschränkungen. Erst als 1995 Olaf Grotlüschen und dann ab Dezember 1997 Claudia Lingott-Gleich die Aufgabe als Schwimmwart/in übernahm, wuchs die Wettkampfgruppe wieder heran. Seit inzwischen über 10 Jahren nutzt man z.B. auch ein Trainingslager in Rotenburg/Wümme, um die Leistungen der Schwimmer zu steigern. Jedes Jahr werden ca. 20 Wettkämpfe bestritten, zu denen auch Landesmeisterschaften gehören. In unserem Hallenbad wird seit den 80er Jahren am ersten Samstag im Dezember der WWW, Wiesmoorer-Winter-Wettkampf, durchgeführt.

Die Vereinsführung wechselt

Im Dezember 1977 gab Alfred Lüdtke sein Amt als erster Vorsitzender ab. Sein Nachfolger wurde Georg Schröder aus Hesel, der zuvor schon für ein Jahr Jugendwart und fünf Jahre lang zweiter Vorsitzender gewesen war. Zusammen mit seiner Frau Christa brachte er neuen Schwung in den Verein. Die Schwimmausbildung und die Teilnahme an Wettkämpfen wurde weiter intensiviert. Beides war mit hohen Kosten und viel Arbeit verbunden, da die Vorstandsmitglieder fast alle gleichzeitig auch Trainer, Schwimmausbilder, Betreuer und Kampfrichter waren, und das bei kontinuierlich wachsenden Mitgliederzahlen.

Den nächsten Wechsel an der Vereinsspitze gab es im November 1985. Theo Willms wurde zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt, Friedhelm Schoon übernahm seine Vertretung. Alle anderen Posten blieben in der alten Besetzung. Zehn Jahre lang arbeitete dieser Vorstand fast unverändert. Die Hauptlast der zu bewältigenden Aufgaben, insbesondere die Schwimmausbildung und die Wettkampfbetreuung, lagen dabei auf den Schultern von Theo Willms, Jakob Schoon und Hinrich Hollwedel. Die Zahl der Kinder, denen diese Drei das Schwimmen beibrachten, ist nicht mehr zählbar. Und die Stunden, die als Ausbilder und Betreuer im Hallenbad und bei Wettkämpfen ehrenamtlich erbracht wurden, sind für den Verein unbezahlbar.

Im Dezember 1995 gab es dann den nächsten größeren Wechsel im Vorstand. Von der “alten Garde” blieb nur noch Kassenwart Heinz Schmidt. 1.Vorsitzender wurde Jürgen de Buhr, der vorher schon 5 Jahre als 2.Vorsitzender agiert hatte. Sein Vertreter wurde Uwe Brand, der über die Jahre mit den verschiedensten Vorstandsaufgaben betreut war. Jugendwartin wurde Ramona Jacobs, die Pressearbeit übernahm Sandra Lindemann und die Schriftführung Claudia Behnke. Diese Drei kümmerten sich auch um die Nichtschwimmerausbildung. Nach 31 Jahren als Kassenwart gab dann im Dezember 2000 Heinz Schmidt sein Amt in die Hände von Claudia Behnke. Zwischenzeitlich gab es kleinere Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes. Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2012 wurden Claudia Lingott-Gleich und Claudia Behnke nach jeweils mehr als 15 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Vorstand verabschiedet. Beide bleiben aber als Übungsleiterin, bzw. als Trainerin dem Verein eng verbunden.

Der aktuelle Vorstand besteht aus:

- 1.Vorsitzender    Jürgen de Buhr

- 2. Vorsitzender   Hinrich Ihben

- Kassenwart        Friedhelm Schoon

- Schwimmwartin  Ramona Schmidt

- Jugendwart        Tobias Ottjes

- Jugendwartin      Leska Schmidt

- Frauenwartin      Lisa Logemann

- Schriftwartin      Johanne Aden

- Pressewart         Ludger Bünting

Zum Festausschuss gehören seit fielen Jahren Lisa und Horst Logemann.